»Turcken« - Faszination und Feindbild
Graf Simon VI., der zwischen 1579 und 1613 die Geschicke der Grafschaft Lippe lenkte, ist ein gutes Beispiel für das ambivalente Interesse am Orient, das sich zwischen der Faszination am Exotischen und der Angst vor dem Fremden bewegt.
In fünf Ausstellungsteilen wird dargestellt, welchen Einfluss das Osmanische Reich um 1600 auf das kleine, weit entfernte Lippe ausübte und wie widersprüchlich das Verhältnis zum Fremden war. Basis der Ausstellung sowie der Begleitpublikation ist ein vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen finanziertes Forschungsprojekt, das ermöglichte, eine Reihe von Archivalien unter neuem Aspekt zu sichten und auszuwerten.
Normaler Eintritt.
Vietmeiers Mühle
Auf dem Gelände von Schloß Brake stehen drei historische Mühlen. Von Wasserkraft angetrieben, versorgten sie einst die Bewohner mit Mehl, Öl, Flachs und Holz. Die Sägemühle war das Wohnhaus der Familie Vietmeier, die dort 1984 ein Museum einrichtete.
Nach der Schließung 2004 gründeten Lemgoer Bürger einen Verein mit dem Ziel, das Museum modifiziert wieder einzurichten. Nun präsentieren der Verein Alt Lemgo und das Weserrenaissance-Museum - finanziell unterstützt durch die Freunde des Mühlenmuseums - Fotos und Sammlungsstücke aus dem Museum, darunter die reizvollen Mühlenmodelle von Ernst Vietmeier.
13. Nov. 2011 – 29. April 2012, Di-So: 10-18 Uhr
Normaler Eintritt.
Hildesheim zu Gast
Das Dom-Museum Hildesheim bereichert in den nächsten Jahren die Dauerausstellung durch eine Auswahl erlesener Renaissancekunstwerke, zu denen Grabplatten, Reliefs vom Lettner des Hildesheimer Domes und das monumentale Epitaph des Domherrn Ernst von Wrisberg gehören.
Der Maler des Epitaphs war der Hildesheimer Johannes Hopffe (gest. 1615), der auch für Graf Simon VI. zur Lippe arbeitete und für dessen Residenz Schloss Brake um 1591 einen 13-teiligen Bilderzyklus zur Geschichte Abrahams schuf.
Normaler Eintritt










